
Zahlreich besucht war die Mitgliederversammlung der Kreisgruppe des Naturschutzbund am 11. März 2025 im Saal der Ruscherei. Der Vorstand blickte auf etliche Maßnahmen zur Geländepflege und Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen zurück. Beirat Klaus Börgmann, u.a. aktiv in der Arterfassung, berichtete zu Entwicklungen im Bestand der Fledermauskolonien, Amphibien und neuen Sichtungen. Für seinen Vortrag erhielt er den Katalog der Ausstellung „-162°C, 450 kg/m3 – Fossile Energie, Fragile Zukunft“, die bis September vergangenen Jahres in der Kunsthalle Wilhelmshaven zu sehen war, als Dankeschön.
Der Druck der Energiewende und der bedrohliche Verlust von Naturraum für bedingt grüne Projekte schlägt die Brücke vom Vogelschutz zu Energiethemen. Dies wurde auch den Mitgliedern erläutert und mit ihnen diskutiert.
Neuigkeiten zum Brutgebiet auf dem Voslapper Vorland präsentierte Florian Carius vom Orninetzwerk.
Auf dieser verhältnismäßig kleinen Fläche gab es 2024 einen beachtlichen Bruterfolg der Sandregenpfeifer. Vergleichbare Ergebnisse weisen andere Brutflächen, die in der Regel größer sind, nicht auf. Als einziger Hochseerastplatz an der niedersächsischen Festlandsküste wird er von ziehenden und rastenden Arten ebenfalls stark frequentiert. Auch Florian Carius erhielt den Ausstellungskatalog als Dank.
„Für die Beobachtungen und Arterfassungen wird erhebliche Zeit benötigt. Das sind ganze Tage die phasenweise dafür aufgewendet
werden müssen. Das ist wirklich Arbeit.“ führt Klaus Börgmann aus. Arbeit, die aus Leidenschaft ehrenamtlich im Verein geleistet wird.
Die finanzielle Ausgangslage für den Verband wurde vom Kassenprüfer Lothar Spath als günstig dargestellt. Durch den Verkauf der Infozentrale in Rüstringen erhöhte sich das Polster für anstehende
Aufgaben. Aus dem Beirat wurden Larissa Kuper-Boeke und Emma Heyen verabschiedet, die beide aus zeitlichen Gründen ihre Arbeit niederlegten. Sabine Siebert und Regine Valdivia wurden als neue
Beiratsmitglieder begrüßt.
Auf der Tagesordnung stand neben Rechenschafts- und Kassenbericht auch eine Satzungsänderung. Diese wurde durch Vorgaben vom Bundesverband nötig. Ziel sind einheitliche Regeln und Formulierungen in den einzelnen Gruppen des Verbands, der Satzungszweck bleibt unberührt. Nach Aussprache einzelner Punkte konnte die neue Satzung mit großer Mehrheit beschlossen werden.
Abschließend war die Rodung durch Mosolf ebenso Thema, wie die unangeleinten Hunde, die sogar in und an Schutzgebieten beobachtet wurden. Der Flächendruck nimmt zu und die Zahl der Haustiere nicht ab. So fordert der NABU Wilhelmshaven die Stadtverwaltung und den Rat der Stadt Wilhelmshaven auf, geeignete Maßnahmen zu erarbeiten und weitere Freilaufflächen anzubieten. Natürlich sind auch die Hundehalter gefragt sich zusammen zu tun um ihren Vierbeinern einen entsprechenden Auslauf zu ermöglichen.
Der Artenschutz darf am Rande des Nationalparks nicht in die zweite Reihe rücken angesichts des Artensterbens, da waren sich alle Teilnehmenden am Ende das abends einig.
Es bleibt viel zu tun und so sehen die Aktiven des NABU Wilhelmshaven dem Jahr 2025 motiviert entgegen.
